Zwei Qualifikanten auf dem Thron
Tereza Smitkova (CZE) und Franck Pepe (FRA) holen bei den Internationalen Württembergischen Meisterschaften um den Südwestbank-Cup in Stuttgart-Stammheim die Titel. In den Endspielen haben Maryna Zanevska (UKR) und Lokalmatador Nils Langer (TV Reutlingen) das Nachsehen.
Der Titeltraum von Nils Langer (TV Reutlingen) bei den Internationalen Württembergischen Meisterschaften um den Südwestbank-Cup ist geplatzt. Im Endspiel des mit 10.000 Dollar dotierten ITF Futures setzte sich Franck Pepe (FRA) mit 2:6, 6:2, 6:2 durch. Der französische Qualifikant feierte damit seinen ersten Titel auf dem internationalen Profiparkett. „Ich bin natürlich unheimlich glücklich und stolz, dass ich das gut besetzte Turnier gewinnen konnte“, so der 23-Jährige, der im elsässischen Mulhouse zuhause ist. Als Jugendlicher gehörte Pepe zu den besten seines Jahrgangs und war als 13-Jähriger die Nummer eins in Europa. Zahlreiche Verletzungen warfen ihn in seiner Karriere immer wieder zurück, sodass er aktuell nur auf Platz 1098 in der Weltrangliste notiert ist. Durch die 18 Weltranglistenpunkte, die er zusätzlich zu seinem Preisgeld in Höhe von 1.300 Dollar erhält, wird sich Pepe um rund 200 Plätze im Ranking verbessern. Von daher war Nils Langer, der auf Platz 616 der Weltrangliste notiert ist, der Favorit. Der 21-jährige Lokalmatador hatte unter anderem im Viertelfinale den an zwei gesetzten Marius Copil (ROU) klar in zwei Sätzen besiegt. Dies war die beste Leistung des Kaderspielers des Württembergischen Tennis-Bundes (WTB) im gesamten Turnierverlauf. In den anderen Partien hatte Langer, der bei der sehr gut besetzten vom WTB ausgerichteten Veranstaltung nur dank einer Wildcard direkt im Hauptfeld stand, immer wieder einen kleinen Durchhänger gehabt. „In diesem Match war es jedoch anders. Mein Gegner hat ab dem zweiten Satz deutlich aggressiver gespielt und fast keine Fehler mehr gemacht. Insgesamt hat er verdient gewonnen“, so ein enttäuschter Nils Langer nach der Partie. Trotz der Finalniederlage zog der Reutlinger Zweitligaspieler ein positives Resümee nach der Turnierwoche. „Ich habe das Finale erreicht und bei einem für diese Kategorie sehr stark besetzten Turnier gute Leute geschlagen. Auf diesem Saisonstart lässt sich aufbauen und gibt mir Selbstvertrauen für den Saisonverlauf.“ Für das Erreichen des Endspiels kassierte Langer, der in seiner Karriere bereits zwei Future Turniere gewinnen konnte, 900 Dollar und zehn Weltranglistepunkte.
Zuvor war bereits die Entscheidung in der Damenkonkurrenz gefallen. Den Titel als Internationale Württembergische Meisterin sicherte sich Tereza Smitkova (CZE). Die 17-jährige Qualifikantin holte sich nach einem umkämpften Duell gegen Maryna Zanevska (UKR) mit 6:4, 7:6 (4) den Sieg. Als Belohnung für ihren ersten Sieg auf der ITF Tour kassierte die Tschechin rund 1.600 Dollar Preisgeld und zwölf Punkte für die Weltrangliste. Als Trostpflaster gab es für ihre 18-Jährige Gegnerin aus der Ukraine immerhin noch knapp 1.000 Dollar Preisgeld und acht Punkte für die Weltrangliste. Beste Deutsche in der mit 10.000 Dollar dotierten Damenkonkurrenz war Franziska Etzel (ETUF Essen), die im Viertelfinale der späteren Siegerin mit 4:6, 2:6 unterlegen war.
Am Vortag des vorletzten Veranstaltungstages des Turnierdoppelpacks in Stuttgart-Stammheim waren die ersten Entscheidungen gefallen. Sieger der Herrendoppelkonkurrenz wurden Simon Stadler (TK GW Mannheim)/Marius Copil (ROU), die sich gegen Kevin Krawietz (Kurhaus Aachen)/Marcel Zimmermann (TC Großhesselohe) mit 6:1, 6:2 durchsetzten. Bei den Damen hatten Paula Kania (POL) und Ksenia Lykina (RUS) die Nase vorn. Sie bezwangen im Endspiel die Zwillings-Schwestern Lyudmyla und Nadiya Kichenok (UKR) mit 6:4, 6:3.